Unternehmenswerte ohne jeglichen Wert

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Kultur ohne Werte nennt man wertlose Kultur

Alle Firmen haben Kultur. Das kann man nicht leugnen.

Die meisten von ihnen haben auch ausformulierte Unternehmenswerte, die diese Kultur definieren.

Zum Beispiel: Humanismus, Offenheit, Nähe, Enthusiasmus, Exzellenz, Außergewöhnlichkeit, Innovation, Ehrlichkeit, Transparenz (Aufrichtigkeit und Offenheit), Achtung anderen gegenüber.

Das sind Werte von drei internationalen Konzernen. Wie und ob sie dort funktionieren, ist hier nicht wichtig.

In den meisten anderen Firmen sind die Werte sehr ähnlich, daher nehmen wir die obigen, als gewissermaßen den Kulturstandard.

Nicht mal einer von diesen Werten ist realisierbar, nicht mal im Geringsten, wenn eine Reihe von Bedingungen nicht erfüllt ist:

  • sowohl  organisatorischer (z.B. Prozesse, Managementstil, Kultur, sic!),
  • als auch individueller Natur (z.B. Relationen im Team, eigene Kompetenzen und Möglichkeiten ihrer Fortenwicklung – ständige und konsequente Bildung auf höchst möglichem Niveau).

Aber nehmen wir nur ein kitzeklienes Bedingungchen: Möglichkeit konstruktiver Kritik.

Wenn es die nicht gibt, dann brechen all die Werte zusammen, der Reihe nach. Und was bleibt dann übrig?

Ganz simpel – Kultur ohne Werte.

Viele Vorstände wissen natürlich, dass sie eben nur solche Kultur besitzen, fügen also vorsorglich noch einen Wert hinzu: Mehrung des Gewinns für die Aktionäre.

Und die Mitarbeiter werfen sich selbstverständlich hin, fast ohne Besinnung, um diesen einen, diesen einzigen Wert, der ihnen übrig geblieben ist, zu realisieren.

Und was motiviert sie dann am besten?

Die Kultur des Schlagstocks.